Waldbaden

WALDBADEN ODER SHINRIN YOKU – WAS IST DAS?

„Waldbaden“ oder „Shinrin Yoku“. Diese beiden Begriffe sind derzeit in aller Munde. Du hast einen von ihnen bestimmt auch schon gehört. Aber du fragst dich: Was ist das denn jetzt eigentlich genau? Ich habe die Antwort für dich! 

„Waldbaden“ wird im Japanischen seit 1982 auch „Shinrin Yoku“ genannt und bedeutet auf deutsch übersetzt so viel wie „Ein Bad in der Atmosphäre des Waldes nehmen“. Das Wort besteht aus ursprünglich chinesischen Schriftzeichen, die die Worte „Wald“, „Holz/Geäst“ und „Baden“ vereinen.

森 林 

= WALD

= HOLZ

浴 = BADEN

Beim Waldbaden tauchst du also sinnbildlich in den Wald ein und nimmst die heilsame Waldluft bei einem entschleunigten Schlendern durch den Wald in dich auf. Dabei nimmst du auch viele weitere Sinneseindrücke intensiv wahr. Du atmest die Waldduft ein, du spürst den Waldboden unter deinen Füßen, du verweilst an einem Ort, du hörst die Vögel singen. Das grün des Waldes wirkt saftig und beruhigend zugleich auf dein Gemüt. Das alles ist Waldbaden. Mit achtsamen Körper- und Wahrnehmungsübungen wirst du dabei von einer Kursleiterin / einem Kursleiter für Waldbaden begleitet – in deinem Tempo und auf deine oder die Bedürfnisse der Kleingruppe zugeschnitten.

Waldbaden

MIT WALDBADEN DIE HEILSAME WIRKUNG DER NATUR SPÜREN.

Der Wald hat eine heilsame Wirkung auf uns. In Japan wird schon seit Anfang der 90er die therapeutische Wirkung des Waldes auf uns Menschen in einigen Studien genauestens untersucht. Sie beweisen, wie der bewusste Aufenthalt im Wald positiv und damit gesundheitsfördernd auf den Menschen wirkt. Shinrin Yoku zählt in Japan schon lange zu den gesundheitlichen Präventionsmaßnahmen und damit zur Waldmedizin bzw. Waldtherapie. Waldbaden kann dort sogar seit 2012 an Universitäten studiert werden. 

Nach den Ergebnissen aus Studien von Prof. Dr. Qing Li (Nippon Medical School, Tokio), einem der führenden Waldbaden-Professoren und Autoren, hilft regelmäßiges Waldbaden bei Ängsten, Burnouts sowie Depressionen und dem Abbau von Stress. Außerdem baut der menschliche Körper bereits an einem einzigen Tag im Wald laut Clemens G. Arvay bis zu 40% mehr natürliche Killerzellen auf und verbessert somit lt. Prof. Dr. Qing Li die Immunabwehr, soll das Herz-Kreislaufsystem stärken und kann bei Atem- und Lungenerkrankungen, Schlafstörungen sowie Konzentrationsproblemen zur Besserung verhelfen. 

Für diese heilsame Wirkung sind auch die Terpene der Bäume verantwortlich. Diese Duftstoffe des Waldes werden hauptsächlich von Nadelbäumen abgesondert. Sie sind in deren ätherischen Ölen enthalten und so leicht, dass wir sie beim Waldbaden einatmen und positiv davon profitieren können.

Waldbaden kann also als wertvolle Ergänzung zur schulmedizinischen Versorgung angesehen werden und wird nun auch in Deutschland immer mehr zur Vorbeugung von Zivilisationskrankheiten angewendet.

Hast du schon mal ein Waldbad genommen?

Hast du schonmal im Wald „gebadet“? Was sind deine Erfahrungen mit Shinrin Yoku? Erzähle mir von deinen Eindrücken! 

Nutze dazu die Kommentarfunktion unter dem Blogartikel!